Für den Erhalt unseres schönen Ortsbildes

Aumühle ist geprägt von weitläufigen Grundstücken mit vielen liebevoll gepflegten historischen Villen und schönen Wohnhäusern sowie von lichtdurchfluteten und mit Großbäumen durchsetzten Freiräumen. Eben dies gibt unserem Ort seinen besonderen, unverwechselbaren Charakter. Die UWG setzt sich dafür ein, dass dieses Ortsbild erhalten und gut verträglich immer wieder mit neuem Leben gefüllt wird.

Natürlich kann nicht alles bleiben wie es ist, ein Ort entwickelt sich auch weiter. Aber die Entwicklung muss gesteuert werden, insbesondere durch Bebauungspläne und Erhaltungssatzungen. Mit diesen Instrumenten sollen einerseits Bauinteressenten klar erkennen können, was möglich ist, und andererseits muss die Nachbarschaft angemessen geschützt werden.

Verdichtung erfordert mehr Rücksicht

Die starke Nachfrage nach Immobilien birgt insbesondere die Gefahr, dass das Ortsbild durch Teilungen und zu dichte Bebauungen der Grundstücke zerstört wird. Leider rückt Aumühle mit zunehmender Tendenz in den Blickpunkt von Investoren, die Grundstücke nicht zur eigenen, privaten Nutzung erwerben und die selbst nicht hier leben. Regelmäßig verfolgen sie rein auf Rendite- bzw. Gewinnmaximierung ausgerichtete wirtschaftliche Interessen und versuchen, baurechtliche Möglichkeiten maximal und teilweise auch darüber hinaus auszunutzen (z.B. Kurze Straße, Große Straße, Grasweg, Bismarckallee); teilweise fordern sie sogar Änderungen der Bebauungspläne ein, um ihnen noch mehr Baurecht zu verschaffen. Oft geschieht dies massiv auf Kosten der Nachbarn, denen zunehmend viel zu große (Mehrfamilien-)Häuser sprichwörtlich vor die Nase gebaut werden. Dieser unerwünschten Entwicklung muss die Gemeinde dringend entgegenwirken!

Die UWG hat sich immer dafür eingesetzt, dass bei dem verständlichen Wunsch nach Teilung sehr großer Grundstücke ausreichende Mindestgrundstücksgrößen erhalten bleiben. Dies ist inzwischen jedoch nicht mehr genug, wir benötigen deutlich bessere Standards in unseren B-Plänen. Um eine verträgliche bauliche Entwicklung zu gewährleisten, setzen wir uns konkret für folgende Anpassungen ein:

  • Beibehaltung der aktuellen Mindestgrundstücksgrößen
  • Festlegung stimmiger Mindestabstandsflächen zu den Nachbargrundstücken
  • Festsetzung maximaler Trauf- und Gebäudehöhen
  • Begrenzung der Wohnungsanzahl pro Gebäude

Durch diese Festsetzungen kann das Ortsbild von Aumühle bewahrt und mehr Rechtssicherheit für Bauherren, zugleich aber auch ein angemessener Schutz für die Anrainer geschaffen werden.

Keine Waldrodungen zur Schaffung neuer Baugebiete

Außerdem möchten wir verhindern, dass durch eine Zersiedelung der Ränder von Aumühle der schöne Übergang vom Ort zum Sachsenwald zerstört wird, wie dieses in vielen Neubaugebieten anderer Gemeinden der Fall ist. Daher hat sich die UWG bereits in den letzten Legislaturperioden entschieden gegen die Erschließung eines neuen Baugebiets „Am Viertbusch“ zwischen dem Sportplatz und dem Friedhof ausgesprochen. Der Wald müsste für wenige mögliche Häuser komplett gerodet werden, und zwischen Schule und Kirche würden der Waldcharakter und die Ruhe nahe dem Friedhof unwiderruflich zerstört werden. Das seinerzeit von einigen der Parteien dort angedachte Neubaugebiet ist u.E. nicht erforderlich und wird von der UWG weiter abgelehnt.

Große Straße

Die UWG wird sich weiterhin aktiv für eine Verbesserung der Einkaufs-, Park- und Verkehrssituation in der Großen Straße einsetzen, wo immer dies möglich erscheint. Daneben besteht gerade in diesem Teil von Aumühle deutlicher Anlass, die örtlichen Bebauungspläne in der oben beschriebenen Weise zu konkretisieren, um die aktuelle Fehlentwicklung in Gestalt von überdimensionierten Neubauten zulasten der Nachbarn und Anwohner zu beenden.

Der UWG bleibt der Erhalt unseres schönen, einmaligen Ortsbildes ein Herzensanliegen!